| Jeder Schlag ein Gewinn! | |||||
waldkirch. Schlecht Golf spielen und sich darüber freuen - was sich wie ein Paradox anhört, diente einem guten Zweck. Karin Ulli Fast 50 Frauen und 2 Männer kämpften sich am Dienstagnachmittag während mehr als viereinhalb Stunden durch nasses Gras, feuchten Sand und Sümpfe - und bezahlten auch noch dafür. Diese Tortur nennt sich «Charity Golfturnier» und dient einem guten Zweck. Einmal jährlich organisiert die Ladys-Abteilung des Golfclubs Waldkirch ein Turnier zugunsten einer gemeinnützigen Institution. Dieses Jahr wurde die Frauenzentrale des Kantons St. Gallen berücksichtigt. Barbara Hamm-Schulte, Vorstandsmitglied der Frauenzentrale und seit vier Jahren Golferin, zeigte sich begeistert über die vielen Turnierteilnehmerinnen und -teilnehmer: «Die Frauenzentrale ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Tätigkeiten nur zum Teil über Leistungsverträge mit städtischen oder kantonalen Einrichtungen finanziert werden. Da sind private Spenden jederzeit willkommen.» SonderregelungDie Golfspielenden in Waldkirch, zu denen sich auch einige Gäste aus dem Golfclub Niederbüren gesellten, zeigten sich äusserst spendenfreudig. Begünstigt durch die schwierigen Wetterbedingungen kamen die Sonderregelungen, die für einen möglichst hohen Spendenbetrag sorgen sollten, voll zum Tragen. Denn diese Regelungen sehen vor, dass diejenigen bezahlen müssen, die ihre offiziell festgehaltene Spielstärke (Handicap) im Turnier nicht erreichen. Auch Schläge aus dem Sandbunker oder ins tiefe Gras kosten. Zusammen mit dem Startgeld erspielten die Golferinnen und Golfer 3500 Franken für die Frauenzentrale des Kantons St. Gallen. Die Leiterin der Frauenzentrale, Susanne Mösle-Hüppi, war begeistert. Schlitzohrig freute sie sich darüber, dass es geregnet hatte und bedankte sich bei den edlen Spenderinnen und Spendern. Der Betrag werde den vielen Frauen zugute kommen, die sich für telefonische Auskünfte an die Frauenzentrale wenden. Applaus den Spenderinnen Für
einmal standen an der abendlichen Rangverkündigung nicht
die Besten im Mittelpunkt, sondern die «grosszügigsten» Spenderinnen
und Spender, also diejenigen, welche die kostspieligen Sonderregelungen
am häufigsten in Anspruch nehmen mussten. Sie erhielten einen Trostpreis
und einen speziellen Applaus der Mitspielenden. Eine Golferin meinte
fröhlich: «Es
ist doch schön, einmal beklatscht zu werden, obwohl man schlecht
gespielt hat.» |
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